Viele Reformen zur Verbesserung der PISA-Ergebnisse setzen bei Lehrplänen und äußeren Rahmenbedingungen an. Doch was, wenn der entscheidende Hebel ein anderer ist?
In dieser Folge des evido-Podcasts – Bildung entscheidet sprechen Lena Sterz und Alex Putzier mit Bildungsforscher Ferdinand Stebner darüber, warum die Fähigkeit, das eigene Lernen zu steuern, zu einer zentralen Leitperspektive unseres Bildungssystems werden sollte. Sie diskutieren, was das für den Alltag in Kita und Schule bedeutet – und wie sich unser Verständnis von Unterricht verändert, wenn genau diese Fähigkeit zum leitenden Prinzip wird.
Ferdinand Stebner ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogische Diagnostik und Beratung an der Universität Osnabrück. Seine Forschung konzentriert sich auf praxisnahe, empirisch-quantitative Studien in den Bereichen Schule und Universität, insbesondere auf Lern- und Transferprozesse beim selbstregulierten Lernen. Zudem betreibt er experimentelle Grundlagenforschung im multimedialen Lernen mit Fokus auf digitales Lernen und die Cognitive Load Theory. Erkenntnisse seiner Forschung veröffentlicht er unter anderem bei Instagram und YouTube.
Lena Sterz analyisert Bildungspolitik als Journalistin, Lehrerkind und Mutter. Sie wünscht sich, dass evidenzbasierte Erkenntnisse eine größere Rolle in bildungspolitischen Entscheidungen spielen.
Alex Putzier ist Lehrkraft mit über 15 Jahren Erfahrung und setzt sich für eine Schulentwicklung ein, die konsequent vom Kind her denkt. In seinem Podcast „Baseline – Schule im Gespräch“ verbindet er Praxis und Bildungsforschung, um fundierte Entscheidungen für Schule und Bildungspolitik zu unterstützen.