Auf dieser Seite finden Sie eine Sammlung mit weiterführenden Materialien, Medien und Hintergrundinformationen zur Förderung von Selbstregulationskompetenzen in pädagogischen Settings. Die Inhalte richten sich an Lehrkräfte, Erzieherinnen, Erzieher und weitere Fachpersonen und bieten Anregungen für die tägliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Sammlung enthält Interviews, Videos und Podcasts, die sich mit Themen rund um die Förderung von Selbstregulationskompetenzen beschäftigen. Außerdem verweisen wir auf aktuelle Forschungsaktivitäten.
- BeSOS-Video: Video über das BeSOS-Projekt. Ziel ist die Schaffung eines Beratungsinstrumentarium zur Stärkung bzw. Wiederherstellung der beruflichen Orientierungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern mit psychischer Belastung.
- Video von Sascha Friesike: Sascha Friesike (Universität der Künste, Berlin) hat ein Video erstellt, das das Thema Selbstregulationskompetenzen anschaulich aufgreift:
- Wie finde ich Fokus in einer Welt voller Ablenkung?
- Warum ist Selbstregulation entscheidend?
- Wie lassen sich Selbstregulationskompetenzen konkret entwickeln
- Sascha Friesike erklärt diese und weitere Fragen auf zugängliche Weise.
- Das stille Leuchten - Die Wiedereroberung der Gegenwart: Wie Anja Krug-Metzinger in ihrer Dokumentation „Das stille Leuchten“ zeigt, gibt es gerade in Schulen zunehmende Versuche, Kindern nicht nur Wissen über die Welt, sondern auch Wissen über sich selbst beizubringen.
- Teachers For Life: The documentary TEACHERS FOR LIFE – LEARNING IN HARMONY portrays exceptional teachers from England, France, Denmark, and Germany who share a vision: if they manage to build empathetic relationships with their students, they will support children to discover their individual abilities and to develop the courage to take responsibility for themselves and for shaping a sustainable future.
- plan b: Nur die Ruhe! - Die Neuentdeckung der Langsamkeit [ZDF 23.12.2017]: Volle Terminkalender, Leistungsdruck, das Gefühl, überfordert zu sein: Stress scheint alltäglich geworden zu sein. Das muss nicht sein. "plan b" zeigt, wie Entschleunigung funktionieren kann.
- Achtsamkeit als Schulfach: Achtsamkeitsübungen für Schüler in Frankfurt
- Ulla Engelhardt, Mélanie Maur, Michael Bohne – Selbstregulation mit Witz
- In diesem Special bei Carl-Auer Sounds of Science sprechen wir mit Michael Bohne und Autor:innen des von ihm und Sabine Ebersberger herausgegebenen Buches Entwicklung empowern mit PEP – Prozess- und embodimentfokussiert arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Es geht dabei um die Vielfalt und das enorme Wirksamkeitsspektrum und -potenzial der Praxis mit PEP in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Einer der Anlässe für diese Gesprächsreihe ist die Forderung der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina nach mehr Schutz vor psychischen Krisen bei Kindern und Jugendlichen. Die Leopoldina hat ein Statement zur großen Bedeutung von Selbstregulationskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen verfasst, das sich auch wie ein Plädoyer für PEP lesen lässt.
- Selbstreguliertes Lernen mit Lernforscher Ferdinand Stebner (in Schule Backstage mit Matthias Zeitler)
- Bevor Ferdi und ich über selbstreguliertes Lernen sprechen, macht der Lernforscher anhand von Beispielen klar, wie anstrengend Schulentwicklung ist und wie sie gelingen kann. Außerdem erklärt er, was für ihn echtes Lernen bedeutet. Ferdi macht deutlich, dass selbstreguliertes Lernen nicht freies Lernen ist, sondern die Kompetenz des Lernens. Sie hängt nicht von der Architektur ab und funktioniert auch im geschlossenen Unterricht. Dabei definiert er die verschiedenen Phasen des selbstregulierten Lernens, zeigt auf wie man es fördern kann und wie diese Kompetenz hilft, gute Leistungen zu zeigen. Wir sprechen über die verschiedenen Ablenkungen im Klassenzimmer und darüber, wie man die Motivation hochhalten kann und die Emotionen regulieren kann. Außerdem stellt Ferdi fest, dass es natürlich sinnvoll wäre das selbstregulierte Lernen so früh wie möglich zu fördern, da man sich sonst an Lernverhaltensweisen gewöhnt, die man schlecht los wird.
- Educate to Self-Regulate Podcast
- a podcast for educational leaders, teachers and students, where in less than 20 minutes, Dr Shyam Barr (Assistant Professor of Learning Sciences) and Rory McCaughey (Primary School Educator) unpack educational research to support you and your students to become better learners
- FelloFish Forum: Selbstreguliertes Lernen und KI
- Wie kann Künstliche Intelligenz das selbstregulierte Lernen unterstützen? Inwiefern hilft Selbstregulation bei der Nutzung von KI-Tools? Welche Potenziale und Herausforderungen ergeben sich daraus für Lernende und Lehrende? Talk mit Prof. Ferdinand Stebner.
- Gipfel der Bildung_30_Johannes Buchmann
- ER WAR LEHRER, Informatiker, Kryptografie-Experte – und spricht jetzt über Achtsamkeit und Selbstregulation: Johannes Buchmann, Mitglied der Leopoldina, hat gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen eine Empfehlung zur "Förderung der Selbstregulationskompetenzen von Kindern und Jugendlichen" vorgelegt.
- In einem neuen "Gipfel der Bildung" mit Jan-Martin Wiarda und Patrick Honecker erklärt Buchmann, warum Kinder und Jugendliche lernen müssen, ihr Verhalten bewusst zu steuern – und warum das für Erfolg und persönliches Wohlbefinden genauso wichtig ist wie Lesen, Schreiben und Rechnen.
Im Kontext der Qualitätsentwicklung im Bildungswesen werden derzeit Konzepte für ein mögliches Eingangsassessment zum Beginn der Grundschule diskutiert und entwickelt. Ziel ist es, frühzeitig Informationen über zentrale Kompetenzen und übergreifende Fähigkeiten von Kindern beim Schuleintritt zu gewinnen, um Fördermaßnahmen gezielter ausrichten zu können.
In diesem Zusammenhang sind unter anderem das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) sowie das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an entsprechenden konzeptionellen und empirischen Arbeiten beteiligt. Perspektivisch wird ein bundesweit einsetzbares und standardisiertes Instrument angestrebt.
Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der Selbstregulation zu, die als zentrale übergreifende Fähigkeit für schulischen Erfolg gilt. Entsprechend wird geprüft, inwiefern im Rahmen eines solchen Assessments auch ökonomische Verfahren zur Erfassung der Selbstregulation integriert werden können.
Beteiligte Institute: Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung und Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB)
Das DFG-Netzwerk SeReNe bringt Forschende aus unterschiedlichen Teildisziplinen und methodischen Traditionen zusammen, die Selbstreguliertes Lernen (SRL) aus verschiedenen Perspektiven untersuchen. Es vereint Nachwuchs- und erfahrene Forschende aus Deutschland und Europa und zielt auf den Aufbau einer nachhaltigen internationalen Vernetzung im Bereich der SRL-Forschung.
Inhaltlich integriert das Netzwerk zwei zentrale Perspektiven: den Aufbau von Selbstregulationskompetenzen bei Lernenden sowie die Unterstützung dieser Kompetenzen durch Lehrkräfte. Die beteiligten Forschenden decken alle Bildungsstufen ab, verbinden Grundlagen- und Anwendungsforschung und befassen sich mit Diversität, digitalen Lernumgebungen sowie innovativen Verfahren zur Erfassung von SRL.
Der Research Hub „Selbstregulation“ erforscht, wie Menschen ihr Lernen strategisch und selbstständig steuern. Dabei werden mehrere Bereiche kombiniert, darunter Motivation, Emotion, Metakognition, exekutive Funktionen und Persönlichkeitsmerkmale. Ziel ist es, Selbstregulationsprozesse besser zu verstehen, weil diese Fähigkeit entscheidend dafür ist, wie effektiv Lernende ihr eigenes Lernen gestalten und damit erfolgreicher lernen können. Der Hub richtet seine Forschung so aus, dass Erkenntnisse auch für die Praxis in Bildungs- und Schulkontexten relevant sind.
In der Forschungsgruppe SeLFI an der Goethe-Universität Frankfurt am Main wird untersucht, wie Schülerinnen und Schüler ihr Lernen selbst steuern und regulieren und welche kognitiven, motivationalen und emotionalen Prozesse daran beteiligt sind. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Lehrkräfte und Eltern diese Selbstregulationsprozesse unterstützen können, etwa durch Unterrichtsgestaltung, Feedback, Lernumgebungen oder gezielte Interventionen. Ziel ist es, Grundlagen für eine wirksame Förderung selbstregulierten Lernens in schulischen und familiären Kontexten zu entwickeln.
Das Graduiertenkolleg “Flexibility and Balance as Characteristics of Adaptive Self-Regulation” (FlexBaR) erforscht Selbstregulation mit einem besonderen Fokus auf Flexibilität und Balance als zentrale Merkmale adaptiver Selbststeuerung. Untersucht wird, wie Menschen ihre Ziele flexibel an wechselnde Anforderungen anpassen und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen unterschiedlichen Zielen, Bedürfnissen und Belastungen herstellen. Ziel ist ein besseres Verständnis davon, wie erfolgreiche und gesundheitsförderliche Selbstregulation über verschiedene Kontexte hinweg gelingt.