PISA 2022: Sieben Maßnahmen gegen den Abwärtstrend

Die evido.-Herausgebenden Prof. Ulrich Trautwein, Prof. Felicitas Thiel und Prof. Thomas Riecke-Baulecke ordnen Deutschlands schwache PISA-Ergebnisse ein und benennen konkrete Schritte für Bildungspolitik, Schulaufsicht und Schulen.

Tische und Stuhlreihen in einem menschenleeren Klassenzimmer
© unsplash, Duong Nguyen

Die Pisa-Ergebnisse für die Schülerschaft in Deutschland sind so schlecht wie nie zuvor. Das ist bestürzend, wenn man sich vergegenwärtigt, was fehlende Basiskompetenzen für die gesellschaftliche Teilhabe der betroffenen Jugendlichen jeweils individuell bedeutet und welche Hypothek auf einer Gesellschaft lastet, die das Potenzial der nächsten Generation verspielt. Gleichzeitig ist der neuerliche Absturz nicht unerwartet, wenn genauer auf die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahrzehnte geblickt wird. Was jetzt zu tun ist: erstens eine schonungslose Beschreibung und Analyse der tiefgreifenden Herausforderungen; zweitens der unverzügliche, deutschlandweite Einstieg in diejenigen bildungspolitischen Maßnahmen, die langfristig die größten und nachhaltigsten Verbesserungen versprechen; und drittens die Neujustierung der Rolle von Bildung in einer sich dynamisch verändernden Gesellschaft, so dass es auch langfristig genügend Rückenwind und Rückhalt für die notwendige Weiterentwicklung gibt.