PISA 2025 – was ist zu tun? Vorschläge für ein Sofortprogramm

Zehn Vorschläge der Herausgebenden von evido. sowie des ehemaligen Hamburger Schulsenators Ties Rabe für eine Bildungspolitik, die aus PISA Konsequenzen zieht

Rückenansicht von zwei Kindern die an einem Schreibtisch mit Schulbüchern sitzen und in Hefte schreiben
© pexels ron lach

Die aktuellen PISA-Ergebnisse sind besorgniserregend. Thomas Riecke-Baulecke, Ulrich Trautwein, Ties Rabe, Felicitas Thiel und Marco Haaf fordern in ihrem Beitrag entschlossenes Handeln: Wirksame Bildungspolitik dürfe sich nicht darauf beschränken, nach jeder Veröffentlichung bedenklicher Ergebnisse aus Bildungsstudien eine neue „Bildungskatastrophe“ auszurufen. Stattdessen formulieren die Autoren eine offene Analyse der Ursachen, skizzieren eine langfristig angelegte Strategie zur Steigerung von Bildungsqualität und fordern einen raschen Start der wichtigsten Maßnahmen.

Was sagt PISA wirklich über Deutschlands Bildungssystem?

Die PISA-Ergebnisse sind nicht allein ein Seismograph für Veränderungen im Bildungssystem. Sie sind auch in erheblichem Maße Folge gesellschaftlicher Veränderungen. Ein Blick auf die internationale Entwicklung zeigt, dass seit dem Jahr 2000 in nahezu allen OECD-Staaten Rückgänge beziehungsweise Stagnationen bei den Leistungen zu verzeichnen sind. In der wissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskussion werden für dieses Befundmuster insbesondere zwei zentrale Erklärungsansätze diskutiert:

Erstens: Veränderungen in der Schülerschaft, insbesondere erhebliche Herausforderungen beim Erwerb und bei der Beherrschung der Verkehrssprache.

Zweitens: Veränderungen der Kindheit und Jugend, insbesondere durch die intensive Nutzung digitaler Medien und Werkzeuge sowie die damit verbundenen Veränderungen von Aufmerksamkeit, Konzentration, Kommunikation und Lernverhalten.

Ein genauer Blick auf Deutschland und die Bildungssysteme anderer Länder zeigt, dass Bildungspolitik durchaus Handlungsmöglichkeiten besitzt, um mit den bestehenden Herausforderungen umzugehen.

Die langjährige Entwicklung der mittleren Schulleistungen in den Bundesländern Bayern, Sachsen und Hamburg zeigt, dass Kontinuität und hohe Leistungserwartungen mit vergleichsweise guten Ergebnissen einhergehen. Auch in Baden-Württemberg ist seit 2019 eine positive Entwicklung erkennbar, die insbesondere mit einer stärkeren Verbindlichkeit und einer konsequenteren Qualitätsorientierung verbunden sein dürfte.

Ein Blick auf erfolgreiche asiatische Bildungssysteme wiederum legt die Interpretation nahe, dass längere tägliche Lernzeiten, Wertschätzung und Disziplin sowie eine ausgeprägte Lernkultur wichtige Faktoren für schulischen Erfolg sind.

Natürlich müssen Befunde aus Schulleistungsstudien mit der gebotenen Vorsicht interpretiert werden. Nach 25 Jahren PISA und auf Basis vieler zusätzlicher Studien in Deutschland können für die deutsche Diskussion eine Reihe von Schlussfolgerungen gezogen werden.

Zentrale Punkte sind: frühe Förderung, verbindliche Standards, regelmäßige Lernstandsdiagnostik, mehr Lernzeit und guter Unterricht.

Die entscheidende Frage lautet: „Was muss verbindlich geschehen, damit Kinder tatsächlich besser lernen?“

Langfristig angelegte Strategien zur Steigerung der Bildungsqualität

1. Früh anfangen: Sprachförderung ab dem dritten Lebensjahr 

Bildungsdefizite dürfen nicht erst in der Grundschule festgestellt werden. Die enormen sozialen Disparitäten beim Bildungserfolg, die für Deutschland dokumentiert wurden, sind bereits vor der Einschulung angelegt.

Ziel: Kein Kind beginnt die Schule mit einem vermeidbaren Sprachdefizit.

Umsetzung:

  • verbindliche und wiederholte Sprachstandserhebungen spätestens ab dem 4. Lebensjahr

  • unmittelbare, verbindliche zusätzliche Förderung bei festgestelltem Bedarf

  • Ausbau alltagsintegrierter und additiver Sprachförderung

  • adressatengerechte Eltern- und Familienbildungsprogramme bereits vor Schuleintritt

2. Neuzugewanderte gezielt fördern: verbindliche Standards für sprachliche Bildung

Insbesondere für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche stellt der Erwerb der deutschen Bildungs- und Fachsprache eine wesentliche Voraussetzung für Bildungserfolg, Ausbildungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe dar. Die derzeitige Sprachförderungspraxis ist jedoch uneinheitlich, oft improvisiert und selten wissenschaftlich fundiert. Der Erwerb bildungssprachlicher Kompetenz benötigt im Durchschnitt fünf bis sieben Jahre, entsprechend darf Förderung deshalb nicht mit dem Übergang in die Regelklasse enden.

Ziel: Jedes neu zugewanderte Kind erhält eine diagnostisch begründete, durchgängige und qualitätsgesicherte Förderung in der Zielsprache Deutsch – bei gleichzeitig wertschätzendem Umgang mit Mehrsprachigkeit.

Umsetzung:

  • verbindliche Diagnostik der Lernausgangslage bei Aufnahme in das Bildungssystem (Deutschkenntnisse, Grad der Alphabetisierung, Vorkenntnisse in den Kernfächern) durch zentral zuständige Stellen, danach mindestens halbjährliche Lernentwicklungsdiagnostik

  • zentral entwickeltes Rahmencurriculum für intensive und additive Sprachförderung samt qualitätsgesichertem, auch digitalem Fördermaterial

  • Einrichtung von Sprachklassen für Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe, die über geringe Deutschkenntnisse verfügen, sowie Alphabetisierung von Schülerinnen und Schüler ohne Schriftkenntnisse, die das Schuleingangsalter überschritten haben, in Kleingruppen

  • Integration in den Regelunterricht so früh wie möglich (zunächst in den Fächern Sport, Musik und Kunst)

  • Funktionsstellen für qualifizierte Lehrkräfte an Schulen und Schulverbünden, DaZ-Module für alle Lehramtsstudierenden sowie evidenzbasierte Fortbildung zu sprachlicher Bildung in allen Fächern

3. Immer genau wissen, wo die Kinder stehen  

Lehrkräfte und Schulen brauchen verlässliche Informationen über den Lernstand ihrer Schülerinnen und Schüler. Nur auf dieser Basis kann wirklich gut gefördert werden, im Regelunterricht oder im Rahmen von zusätzlichen Angeboten.

Ziel: Lernrückstände erkennen, bevor Bildungsbiografien mit dauerhaften Defiziten entstehen.

Umsetzung:

  • In den Klassen 1 bis 8 werden kontinuierlich (mindestens aber vier Mal pro Schuljahr) und idealerweise unterrichtsintegriert wissenschaftsbasierte Instrumente zur Lernstandserhebung eingesetzt, zumindest zur Erfassung der Schlüsselkompetenzen (Lesen – Zuhören und Verstehen – Schreiben – Rechnen – logisch denken).

  • Die Ergebnisse dienen nicht dem Ranking von Schulen, sondern der unmittelbaren individuellen Förderung.

  • Keine zusätzliche Belastung der Lehrkräfte: Die Lernstandserhebungen erfolgen in der Regel über digitale Tools und etablierte Bildungsplattformen.

  • Rückmeldungen zu Leistungsstand und Leistungsentwicklung sowie, damit direkt verknüpft, Empfehlungen und Materialien für eine spezifische Förderung der einzelnen Lernenden werden den Lehrkräften sofort in übersichtlicher Form zur Verfügung gestellt.

4. Basiskompetenzen trainieren – verbindlich und systematisch 

Lesen, Schreiben und Rechnen sind keine Nebensache. Sie sind die Voraussetzung für nahezu jedes weitere Lernen. Ihr Erwerb kann nicht übersprungen oder an digitale Hilfsmittel delegiert werden. Gesellschaftliche Veränderungen, die sich beispielsweise darin zeigen, dass Kinder und Jugendliche geringeres Leseinteresse zeigen und seltener längere Texte oder Bücher lesen, müssen ernst genommen werden.

Ziel: Basiskompetenzen werden nicht vorausgesetzt, sondern konsequent aufgebaut und gesichert. Bestehende wissenschaftsbasierte Modelle wie Lese- und Rechenbänder werden flächendeckend ausgebaut und um systematische Schreibförderung ergänzt.

Umsetzung:

  • Jede Schule etabliert verbindliche Trainingszeiten für Basiskompetenzen (Lesen – Zuhören und Verstehen – Schreiben – Rechnen – logisch denken).

  • Allen Schulen werden evidenzbasierte Fördermaterialien niedrigschwellig zur Verfügung gestellt, um alle Schülerinnen und Schüler beim Erwerb der Basiskompetenzen wirksam zu unterstützen.

  • Schulen implementieren evidenzbasierte Ansätze der Sprachförderung verbindlich und werden bei Bedarf durch qualifizierte Fachberatungen sowie Fortbildungen unterstützt.

5. Mehr Lernzeit statt mehr Stoff 

Kompetenzerwerb benötigt Zeit und geeignete Lernangebote. Die Schule kann nur vermitteln, wofür ausreichend Zeit vorhanden ist.

Ziel: Mehr Zeit für das Wesentliche und weniger Überfrachtung durch immer neue Inhalte und Projekte.

Umsetzung:

  • Die Bildungspläne und Stundentafeln werden zugunsten der Schlüsselkompetenzen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

  • Für Deutsch und Mathematik muss ausreichend Lernzeit zur Verfügung stehen und diese Lernzeit muss effektiv für den Fachunterricht genutzt werden.

  • Insbesondere in Schulen, die in sozial belasteten Lagen angesiedelt sind, muss der Ganztag zu einem echten Bildungs- und Förderangebot weiterentwickelt werden.

PISA

Seit 2000 vergleicht die internationale PISA-Studie die Kompetenzen 15-jähriger Schülerinnen und Schüler in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften und untersucht den Einfluss von Faktoren wie sozialer Herkunft und Lernbedingungen.

Der „PISA-Schock“ 2000 markierte für Deutschland einen Wendepunkt: Nach deutlichen Fortschritten in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren zeigt sich seit 2018 erneut ein Abwärtstrend. 

PISA 2025

An der PISA-Studie nahmen mehr als 760.000 15-jährige Jugendliche aus 91 Staaten und Regionen teil, darunter 6.659 aus Deutschland. Im Mittelpunkt standen die Naturwissenschaften. Neu war das modellbasierte Problemlösen: Dabei geht es darum, komplexe Probleme mithilfe von Modellen und digitalen Werkzeugen zu strukturieren und Lösungen zu entwickeln.

PISA misst dabei nicht nur, was Jugendliche wissen und können. Die Studie erfasst auch, unter welchen Bedingungen sie lernen, in der Schule, im Elternhaus und mit digitalen Medien.

6. Unterrichtsqualität verbindlich definieren 

Politische oder didaktische Vorgaben, was „guten Unterricht“ ausmacht, dürfen nicht vom jeweiligen pädagogischen Zeitgeist abhängen.

Ziel: Langfristig orientierte Entwicklung von Unterrichtsqualität auf der Basis wissenschaftlich belegter Modelle und Theorien; kluger Einbezug neuer, robuster wissenschaftlicher Befunde und Schluss mit dem ständigen Wechsel pädagogischer Moden.

Umsetzung:

  • Die Unterrichtsentwicklung orientiert sich verbindlich an wissenschaftlich gut belegten Qualitätsdimensionen, wie sie die drei Basisdimensionen der Unterrichtsqualität (kognitive Aktivierung, konstruktive Unterstützung, effektive Klassenführung) darstellen.

  • Fortbildung, Lehrkräftebildung, Schulentwicklung und Schulaufsicht werden auf diese Qualitätsmerkmale ausgerichtet.

7. Verbindliche Mindeststandards für alle 

Bildungspläne dürfen nicht nur beschreiben, was möglich ist. Sie müssen definieren, was mindestens erreicht werden muss. Durch eine systematische Verkleinerung der Gruppe, die die Mindeststandards verfehlen, wird automatisch auch die „soziale Schere“ im Bildungssystem verkleinert.

Ziel: Ein verbindliches Bildungsminimum für jedes Kind, und das unabhängig von Wohnort, Schulstandort oder sozialem Hintergrund.

Umsetzung:

  • Für Grundschule und Sekundarstufe I werden prägnante, überprüfbare Mindeststandards festgelegt.

  • Jede Schülerin und jeder Schüler soll am Ende definierter Bildungsabschnitte mindestens über gesicherte Kompetenzen in Lesen, Zuhören und Verstehen, Schreiben, Rechnen sowie im logischen Denken verfügen. Besteht die Gefahr, dass definierte Standards nicht erreicht werden, greift eine klar definierte Kaskade von Bildungsmaßnahmen, deren Wirkung wissenschaftlich belegt ist.

8. Leistung fördern – unten und oben 

Ein leistungsfähiges Bildungssystem darf nicht nur Defizite verwalten. Die individuelle Entwicklung und Prosperität des Gemeinwesens hängen eng damit zusammen, dass begabungs- und begabtengerechte Förderung zur Verfügung stehen.

Ziel: Das Bildungssystem muss jedem Kind gerecht werden – dem leistungsschwachen ebenso wie dem besonders leistungsstarken. Begabungs- und Leistungsförderung wird verbindlicher Bestandteil von Schule.

Umsetzung:

  • unterrichtsintegrierte und additive Förderangebote für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler bereits in der Grundschule, etwa nach dem Vorbild der Hector Kinderakademien

  • zusätzliche Zertifikate und Qualifikationen innerhalb der gesamten Schullaufbahn

  • flexiblere Möglichkeiten zum Überspringen von Klassenstufen sowie flächendeckende Hochbegabtenförderung, beispielsweise über Angebote des Frühstudiums

  • stärkere Verpflichtung der Gymnasien zur systematischen Begabtenförderung

9. KI und digitale Medien vernünftig nutzen, Fehlentwicklungen begegnen

Weltweit steigt sprunghaft die Nutzung Künstlicher Intelligenz durch Lernende, wobei ein großer Teil dieser Nutzung nicht lernförderlich ist (beispielsweise „Skill-Skipping“ statt „Augmentation“), trotz ebenfalls nachgewiesener positiver Wirkung digitaler Medien. Zudem verbringen viele Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Freizeit mit Computerspielen und in sozialen Netzwerken.

Ziel: Kinder und Jugendliche müssen einen sinnvollen und gesunden Umgang mit Künstlicher Intelligenz und sozialen Medien erlernen. Die durchschnittliche Gesamtnutzungszeit digitaler Medien und fehlgeleitete Nutzungen sollte zugunsten angemessener Lernerfahrungen reduziert werden.

Umsetzung:

  • Selbstregulationskompetenzen von Kindern und Jugendlichen systematisch fördern

  • wissenschaftsbasierte, empirisch geprüfte Angebote der Medienpädagogik in Bildungspläne integrieren

  • wissenschaftlich belegte Chancen, u.a. in Form adaptiver Lernsysteme, systematisch nutzen

  • „Handyfreie Schule“: klare Regeln zur Gewährleistung von lernförderlicher Unterrichts- und Lernzeit

  • attraktive Ganztagsangebote, z. B. unter Einbezug von Vereinen, Musikschulen etc. bereitstellen, die authentische Lern- und Entwicklungsumwelten schaffen und damit auch die Nutzungsdauer digitaler Medien automatisch absenken

10. Schulaufsicht auf Qualität und Leistung konzentrieren 

International gibt es unterschiedliche Modelle erfolgreicher Schulaufsicht. Sie alle legen den Fokus auf die Qualitätsentwicklung und reduzieren den Verwaltungsaufwand.

Ziel: Mehr Steuerung von Bildungsqualität, weniger Verwaltungsaufwand.

Umsetzung:

  • Die Schulaufsicht wird konsequent auf ihren pädagogischen Kernauftrag ausgerichtet: Wie entwickeln sich Unterrichtsqualität, Lernstände und Leistungen der Schülerinnen und Schüler?

  • Die Schulaufsicht erhält dafür aussagekräftige Daten, eindeutige Qualitätsstandards und klare Verantwortlichkeiten.

  • Administrative Aufgaben sind soweit wie möglich zu reduzieren, effektiv zu gestalten oder zu verlagern.

Nicht aufschieben: Was von der Politik jetzt umgesetzt werden muss

Die politische Antwort auf PISA darf nicht aus einer weiteren langen Liste von Prüfaufträgen bestehen. In den nächsten Monaten sollten fünf Entscheidungen getroffen werden: 

  1. Schlüsselkompetenzprogramm beschließen
    Bund und Länder verständigen sich auf verbindliche Ziele für Lesen, Schreiben, Sprechen und Rechnen. 
  2. Lernstandsoffensive starten
    Ein wissenschaftlich fundiertes System regelmäßiger Lernstandserhebungen für die Klassen 1 bis 8 wird verbindlich eingeführt, idealerweise eingebettet in ohnehin geplante Angebote wie die AIS-Bildungsplattform. 
  3. Sprachförderung vor der Einschulung stärken
    Verbindliche Sprachstandserhebungen und darauf aufbauende Förderangebote werden unverzüglich, flächendeckend und in hoher Qualität etabliert.
  4. Lernzeit neu ordnen
    Die Stundentafeln werden systematisch darauf überprüft und so ausgerichtet, dass ausreichend Zeit für die Schlüsselkompetenzen zur Verfügung steht. Ganztagsprogramme integrieren systematisch Lerngelegenheiten. 
  5. Qualitätsoffensive Unterricht verstärken
    Lehrkräftebildung, Fortbildung und Schulentwicklung werden konsequent auf evidenzbasierte Unterrichtsqualität ausgerichtet. 

Politischer Perspektivwechsel 

Die deutsche Bildungsdiskussion leidet weniger unter fehlenden Ideen als unter fehlender Konsequenz bei der Umsetzung. PISA zeigt seit Jahren, dass Bildungserfolg nicht durch die Struktur eines Schulsystems bestimmt wird. Erfolgreiche Systeme zeichnen sich vielmehr durch klare Erwartungen, Lernzeit, Verbindlichkeit, Leistungsorientierung und eine Kultur des Lernens aus. Auch Deutschland verfügt über Beispiele, die zeigen, dass Verbesserung möglich ist. Die Schlussfolgerung daraus muss lauten: 

Nicht ständig neue Reformen beginnen, sondern erfolgreiche Ansätze konsequent ausweiten und über Jahre durchhalten. 

Transparenzhinweis: Die Gesamtanlage des Textes sowie alle inhaltlichen Setzungen gehen ausschließlich auf die Autoren zurück. Künstliche Intelligenz wurde bei der Ausformulierung dieser Setzungen sowie bei der Überarbeitung und Straffung des Textes verwendet.

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Zur Person

Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Präsident des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Baden-Württemberg, Mitinitiator und Modulverantwortlicher der Weiterbildungsstudiengänge „Schulmanagement und Leadership“ in Kiel und Tübingen, Mitherausgeber der Zeitschrift Schulmanagement.

Porträt Prof. Dr. Ulrich Trautwein
Zur Person

Prof. Dr. Ulrich Trautwein ist Professor für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen, geschäftsführender Direktor des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung, Co-Direktor des LEAD Graduate School & Research Network sowie Studiengangsleiter des Weiterbildungsstudiengangs „Schulmanagement und Leadership“ an der Universität Tübingen.

Zur Person

Ties Rabe ist ehemaliger Senator für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg. Von 2011 bis 2024 verantwortete er die Hamburger Schulpolitik, 2012 war er Präsident der Kultusministerkonferenz und ab 2015 Koordinator für Bildung und Wissenschaft der SPD-regierten Bundesländer. Zuvor arbeitete der ausgebildete Lehrer als Gymnasiallehrer. 2026 veröffentlichte er das Buch „Endlich mal anfangen. Was Kinder und Schulen wirklich brauchen, um Bildung zu sichern“.

Porträt Prof. Dr. Felicitas Thiel
Zur Person

Prof. Dr. Felicitas Thiel ist Professorin für Schulpädagogik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin, Forschungsschwerpunkte: Klassenmanagement und Störungen im Unterricht; Qualitätssicherung im Bildungssystem; Schulmanagement und Schulentwicklung. Seit 2021 Co-Vorsitzende der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz.

Porträt Marco Haaf
Zur Person

Marco Haaf ist Geschäftsführer der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken gemeinnützige GmbH (aim). Die aim ist eine Weiterbildungseinrichtung mit den Schwerpunkten Sprachförderung, Unterstützung pädagogischer Qualität in Kindergärten und Schulen sowie Digitalisierung im pädagogischen Bereich.

  • Greiff, S., Diedrich, J., Kastorff, T., Goldhammer, F., & Köller, O. (Hrsg.). (2026). PISA 2025: Bildung im Spannungsfeld von Innovation und Transformation. Waxmann. https://doi.org/10.31244/9783818852009