Jede siebte Schülerin und jeder siebte Schüler ist von Mobbing betroffen. Gleichzeitig fühlen sich viele Lehrkräfte im Umgang damit unsicher und greifen häufig zu Maßnahmen, deren Wirkung unklar bleibt. Doch warum fällt der Umgang mit Mobbing im Schulalltag so schwer? Und welche Ansätze sind tatsächlich wirksam?
In dieser Folge des evido-Podcasts – Bildung entscheidet sprechen Lena Sterz und Alex Putzier mit Prof. Saskia Fischer über ihre Forschung zu Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte in der Mobbing-Intervention und -Prävention. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Mobbing kein individuelles, sondern ein systemisches Problem ist und wie eine Kultur des Hinschauens sowie konkrete Handlungsleitfäden in Schulen aussehen können.
Prof. Saskia Fischer empfiehlt die Grüne Liste Prävention bei der Auswahl von Anti-Mobbing-Programmen.
Saskia Fischer ist Professorin für Psychologie in der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Entwicklungspsychologie an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Intervention und Interventionskompetenz bei Mobbing an Schulen, sozialen Beziehungen im schulischen Kontext sowie Gesundheit und Gesundheitskompetenz im Kindes- und Jugendalter. Zudem befasst sie sich mit Methoden der familienrechtspsychologischen Begutachtung.
Lena Sterz analyisert Bildungspolitik als Journalistin, Lehrerkind und Mutter. Sie wünscht sich, dass evidenzbasierte Erkenntnisse eine größere Rolle in bildungspolitischen Entscheidungen spielen.
Alex Putzier ist Lehrkraft mit über 15 Jahren Erfahrung und setzt sich für eine Schulentwicklung ein, die konsequent vom Kind her denkt. In seinem Podcast „Baseline – Schule im Gespräch“ verbindet er Praxis und Bildungsforschung, um fundierte Entscheidungen für Schule und Bildungspolitik zu unterstützen.