Verfehlte Mindeststandards an Grundschulen – hierzu raten jetzt Bildungsforscher

Die Ständige Wissenschaftliche Kommission erläutert in ihrem neuen Gutachten Lösungsansätze, um die Vermittlung basaler Kompetenzen an den Grundschulen zu verbessern.

Michael Klitzsch

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Gutachten der Ständige Wissenschaftliche Kommission zur Vermittlung basaler Kompetenzen an Grundschulen

Die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends verdeutlichen eine dramatische Entwicklung in den Grundschulen. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler erreicht in grundlegenden Kompetenzen nicht die Mindeststandards: 19 Prozent der Kinder können nur mangelhaft lesen, gut jedes fünfte Kind hat erhebliche Schwierigkeiten in Orthographie und Mathematik. Und nicht nur die fachlichen Kompetenzen sind mangelhaft, auch die sozial-emotionale Entwicklung ist bei vielen Schülerinnen und Schülern beeinträchtigt. Der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland sieht gut 23 Prozent der Sieben- bis Zehnjährigen als psychisch auffällige Risikogruppe.

„Diese alarmierenden Befunde müssen als Weckruf verstanden werden”, schreibt die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) entsprechend in ihrem aktuellen Gutachten „Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule”. Schließlich legten die „in der Grundschule erworbenen sprachlichen und mathematischen sowie sozial-emotionalen Kompetenzen den Grundstein für erfolgreiches Weiterlernen.” Doch nicht nur die Grundschule, auch „frühkindliche Bildungsprozesse” nimmt die SWK mit dem Gutachten ins Visier.