Viele Jugendliche halten sich früh für „sprachlich“ oder „mathematisch” begabt. Dabei entsprechen diese Selbstzuschreibungen oft nur teilweise den tatsächlichen Leistungsunterschieden zwischen sprachlichen und mathematischen Fächern. Prof. Fabian Wolff zeigt, wie stark solche Selbstbilder Bildungswege prägen und wie schon eine kurze Unterrichtseinheit ausreichen kann, um sie zu verschieben.
Redaktion: Herr Professor Wolff, Sie untersuchen schulische Selbstbilder wie „Mathe-“ oder „Sprach-Typen“. Ich habe mich in meiner Schulzeit eher als „Sprach-Typ“ gesehen – welche Annahmen über meine Fähigkeiten stecken hinter dieser Einordnung?
Prof. Fabian Wolff: Viele Schülerinnen und Schüler – und vermutlich auch Sie – vergleichen ihre Leistungen in verschiedenen Fächern miteinander. Läuft es in Deutsch und Englisch etwas besser als in Mathe und Physik, entsteht schnell das Gefühl, eher ein „Sprach-Typ“ zu sein. Umgekehrt führen etwas bessere Leistungen in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern häufig dazu, sich als „Mathe-Typ“ zu sehen.
Dabei sind die tatsächlichen Leistungsunterschiede oft gar nicht so groß. Stattdessen werden kleine Unterschiedezwischen mathematischen und sprachlichen Fächern häufig überzeichnet. Aus einem leichten Vorsprung in einem Bereich kann dann schnell die Überzeugung entstehen: „Das liegt mir, das liegt mir nicht.“ So entwickeln sich deutliche Unterschiede in fachspezifischen Selbstkonzepten, obwohl die objektiven Leistungen gar nicht allzu stark auseinandergehen.
Hinzu kommt: Wer sich als „Sprach-Typ“ oder „Mathe-Typ“ versteht, glaubt häufiger, dass sich sprachliche und mathematische Fähigkeiten gegenseitig ausschließen oder weitgehend angeboren sind. Die Forschung zeigt jedoch, dass beides Fehlannahmen sind. Hohe mathematische und verbale Fähigkeiten können sehr gut zusammen auftreten, und Fähigkeiten sind grundsätzlich entwickelbar.
Wolff: Solche Selbstbilder entstehen erstaunlich früh. Erste klare Unterscheidungen zwischen „Mathe-Typ“ und „Sprach-Typ“ beobachten wir oft bereits ab der dritten Klasse – also dann, wenn viele Kinder erstmals Noten erhalten und ihre Leistungen in verschiedenen Fächern dadurch relativ leicht vergleichen können. Bis etwa zur neunten Klasse differenzieren sich diese fachspezifischen Selbstkonzepte häufig weiter aus.
Dabei starten viele Kinder mit einem insgesamt sehr positiven Bild ihrer Fähigkeiten in die Schulzeit. Im Laufe der Jahre sinkt dieses Selbstkonzept jedoch oft zumindest in einem Bereich – nicht selten stärker, als es die tatsächlichen Leistungsunterschiede rechtfertigen würden.
Das ist bedeutsam, weil solche Selbstbilder Bildungsentscheidungen maßgeblich beeinflussen können. Schülerinnen und Schüler wählen Kurse, Studienfächer oder Ausbildungswege häufig danachaus, was sie sich selbst zutrauen, und nicht nur danach, was sie tatsächlich leisten können. So kann es passieren, dass jemand auf ein bestimmtes Studium verzichtet, obwohl die nötigen Fähigkeiten vorhanden wären. Fachspezifische Selbstkonzepte prägen damit langfristig Bildungsbiografien und beeinflussen letztlich auch, welche Fachkräfte einer Gesellschaft in bestimmten Bereichen zur Verfügung stehen.
Zentrale Vergleichsarten bei der Ausbildung akademischer Selbstkonzepte
Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Fähigkeiten vor allem über drei Vergleichsprozesse: soziale Vergleiche mit Mitschülerinnen und Mitschülern, dimensionale Vergleiche zwischen verschiedenen Fächern sowie temporale Vergleiche mit früheren eigenen Leistungen.
Forschungsübergreifend zeigen soziale Vergleiche die stärksten Zusammenhänge mit dem Selbstkonzept: Wer sich in der Klasse als leistungsstark erlebt, entwickelt meist ein hohes Selbstkonzept; wer sich im unteren Leistungsbereich verortet, entsprechend ein niedrigeres.
Da soziale Vergleiche im Schulalltag kaum vermeidbar sind, setzt die COMPASS-Intervention vor allem bei dimensionalen und temporalen Vergleichen an. Diese beziehen sich stärker auf die eigene Person – etwa auf Unterschiede zwischen Fächern oder individuelle Lernfortschritte – und lassen sich im Unterricht gezielt konstruktiv gestalten.
Redaktion: Ihre Studie zeigt, dass bereits eine kurze Intervention im Unterricht Selbstbilder verändern kann. Was genau geschieht in dieser Intervention, dass sie so wirksam ist?
Wolff: Im Kern geht es darum, Schülerinnen und Schülern bewusst zu machen, wie Vergleiche ihr Selbstbild prägen, und dass sie diese Vergleiche auch anders interpretieren können. Dazu kombinieren wir kurze wissenschaftliche Inputs mit Reflexionsübungen und Diskussionen. Zwei Botschaften stehen im Mittelpunkt: Erstens schließen sich mathematische und sprachliche Fähigkeiten nicht gegenseitig aus. Zweitens sind Fähigkeiten grundsätzlich veränderbar und können durch eigenes Handeln weiterentwickelt werden.
Diese Inhalte werden nicht nur vermittelt, sondern aktiv bearbeitet. So überlegen die Schülerinnen und Schüler etwa, wie sich ihr Selbstbild verändern würde, wenn sich der Vergleichsmaßstab verschiebt. In einer weiteren Übung reflektieren sie, welche erfolgreichen Lernstrategien sie von einem Fach auf ein anderes übertragen können. Dadurch werden die zentralen Botschaften konkret und handlungsnah.
Dass bereits eine 90-minütige Einheit ausreicht, war für uns keineswegs selbstverständlich. Umso bemerkenswerter ist, dass wir insbesondere in Mathematik positive Effekte beobachten konnten, die über mehrere Monate anhielten. Das zeigt: Wenn man grundlegende Überzeugungen über Fähigkeiten gezielt anspricht, können selbst kurze Interventionen spürbare Veränderungen anstoßen.
Die COMPASS-Intervention
Ziel: Die Intervention soll fachspezifische Selbstkonzepte in Mathematik und Englisch stärken. Sie macht Schülerinnen und Schülern bewusst, wie Vergleiche ihr Selbstbild beeinflussen, und vermittelt zwei zentrale Botschaften: Mathematische und sprachliche Fähigkeiten schließen sich nicht aus, und Fähigkeiten sind grundsätzlich entwickelbar.
Zielgruppe: COMPASS wurde bislang in den Klassen 9 bis 11 an Gymnasien erprobt, ist aber grundsätzlich auf andere Schulformen übertragbar. Derzeit wird die Intervention für die Grundschule weiterentwickelt. Langfristig soll eine Version entstehen, die Lehrkräfte eigenständig im Unterricht einsetzen können. Die Intervention umfasst eine einmalige 90-minütige Unterrichtseinheit mit Inputs, Reflexionsübungen, Diskussionen und Transferaufgaben.
Didaktischer Aufbau:
Einführung: Was ist ein Selbstkonzept und wie entsteht es?
Dimensionale Vergleiche: Die Schülerinnen und Schüler reflektieren, wie Vergleiche zwischen Fächern ihr Selbstbild prägen. Gedankenexperimente („Wenn dieses Fach plötzlich mein bestes Fach wäre …“, Diskussionen und Transferaufgaben zeigen, warum man nicht zwangsläufig ein „Mathe-“ oder „Sprach-Typ“ ist und wie erfolgreiche Lernstrategien zwischen Fächern übertragen werden können.
Temporale Vergleiche: Im Mittelpunkt stehen individuelle Lernfortschritte. Die Jugendlichen setzen sich damit auseinander, warum sich Noten und Fähigkeiten unterschiedlich entwickeln können, formulieren Lernziele und planen konkrete Verhaltensänderungen.
Abschluss: Zentrale Erkenntnisse werden zusammengefasst und durch Merksätze für den Schulalltag verankert.
Redaktion: Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Effekte in Mathematik stärker ausfielen als in Englisch?
Wolff: Ganz eindeutig erklären können wir das nicht. Es gibt jedoch mehrere plausible Gründe. Frühere Studien zeigen, dass Vergleichsprozesse besonders eng mit dem mathematischen Selbstkonzept verknüpft sind. Mathematik erleben viele Schülerinnen und Schüler vor allem im schulischen Kontext, sodass Rückmeldungen wie Noten eine zentrale Rolle für ihr Selbstkonzept spielen.
Englisch wird dagegen häufig auch außerhalb der Schule genutzt, etwa beim Streamen von Serien, in sozialen Medien oder beim Gaming. Jugendliche erhalten dadurch zusätzliche informelle Rückmeldungen zu ihren Fähigkeiten, was das Englisch-Selbstkonzept möglicherweise stabiler macht.
Hinzu kommt, dass das Mathe-Selbstkonzept in unserer Studie vor der Intervention im Durchschnitt niedriger ausgeprägt war als das Englisch-Selbstkonzept. Entsprechend gab es hier mehr Spielraum für positive Veränderungen. Tatsächlich profitierten in beiden Fächern vor allem Schülerinnen und Schüler, die ihre eigenen Fähigkeiten zunächst eher gering einschätzten.
Insgesamt spricht vieles dafür, dass mathematische Selbstkonzepte stärker auf gezielte schulische Impulse reagieren als verbale. Dennoch konnten wir auch im Fach Englisch relevante Verbesserungen des Selbstkonzepts beobachten.
Redaktion: Gibt es Rückkopplungen zwischen dem Selbstbild der Schülerinnen und Schüler und ihrer Leistung, die sich auch auf Noten auswirken können?
Wolff: Ja, solche Rückkopplungen gibt es. Selbstkonzept und Leistung beeinflussen sich wechselseitig. Wer sich in Mathematik etwas zutraut, bleibt oft länger an schwierigen Aufgaben dran, investiert mehr Zeit und erzielt dadurch bessere Leistungen. Umgekehrt kann ein niedriges Selbstkonzept dazu führen, dass sich Schülerinnen und Schüler zurückziehen – mit entsprechenden Folgen für ihre Leistungsentwicklung.
Redaktion: Welche Rolle spielen dabei die Erwartungen von Lehrkräften und wie können Lehrkräfte solche Effekte in Feedback, Ermutigung und Leistungsbewertung berücksichtigen?
Wolff: Auch die Erwartungen von Lehrkräften spielen eine Rolle. Studien zeigen, dass Lehrkräfte – meist unbewusst – mit Lernenden unterschiedlich interagieren, je nachdem, welche Fähigkeiten sie ihnen zutrauen. Wer als leistungsstark wahrgenommen wird, erhält häufig anspruchsvollere Aufgaben, mehr Ermutigung und mehr Geduld. Solche Effekte sind zwar meist eher klein, können sich über die Zeit aber durchaus auf Leistungen und Noten auswirken.
Wichtig ist dabei, dass Selbstbild und Lehrkräfteerwartungen nicht immer übereinstimmen. Ein Schüler kann objektiv gute Leistungen zeigen und sich dennoch als eher schwach erleben, etwa weil er sich mit stärkeren Mitschülern oder mit seinen Leistungen in anderen Fächern vergleicht.
Deshalb sollten Lehrkräfte neben den Leistungen auch das Selbstbild ihrer Schülerinnen und Schüler im Blick behalten. Rückmeldungen sollten möglichst konkret, kriterial und entwicklungsorientiert sein. Soziale Vergleiche sollten nicht unnötig verstärkt werden, etwa durch stark wettbewerbsorientierte Rückmeldungen. Wenn stattdessen Lernfortschritte betont, wirksame Lernstrategien thematisiert und hohe, aber realistische Erwartungen vermittelt werden, kann das Selbstkonzept gestärkt werden, ohne die Leistungsbewertung zu verzerren.
Redaktion: Inwiefern begünstigt das aktuelle Schulsystem, das stark über Leistungsmessung und Selektion funktioniert, feste Fähigkeitszuschreibungen? Und wo sehen Sie Ansatzpunkte, damit Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten stärker als entwickelbar erleben?
Wolff: Strukturelle Merkmale des Schulsystems – etwa das gegliederte System, der frühe Übergang auf weiterführende Schulen und die Leistungsbewertung durch Ziffernnoten – können feste Fähigkeitszuschreibungen begünstigen. Ein differenziertes Schulsystem kann ermöglichen, Lernende passend zu ihrem aktuellen Leistungsstand zu fördern. Auch Noten bieten eine etablierte und gut verständliche Form der Leistungsrückmeldung, die etwa beim Übergang in Ausbildung oder Studium relevant ist.
Problematisch wird es vor allem dann, wenn frühe Leistungsunterschiede als dauerhaft und unveränderlich interpretiert werden. Wenn Fähigkeiten primär über Ziffernnoten sichtbar werden, kann schnell der Eindruck entstehen, sie seien feste Eigenschaften statt entwickelbare Kompetenzen. Ergänzende Formen der Leistungsrückmeldung – etwa Lernentwicklungsberichte oder formative Rückmeldungen – können hier gegensteuern. Entscheidend ist jedoch die Unterrichtskultur: Wenn Lehrkräfte die Veränderbarkeit von Fähigkeiten betonen und Lernfortschritte statt „Begabung“ in den Mittelpunkt stellen, lässt sich solchen starren Zuschreibungen wirksam entgegenwirken.
Wolff: Aus unseren Ergebnissen lassen sich vor allem Empfehlungen zum Umgang mit Vergleichsprozessen ableiten. Unsere Intervention zeigt, dass es hilfreich ist, dimensionale und temporale Vergleiche bewusst zu reflektieren. Lehrkräfte können etwa verdeutlichen, dass sich mathematische und sprachliche Fähigkeiten nicht ausschließen, dass Kompetenzen entwickelbar sind und dass Lernstrategien zwischen Fächern übertragbar sind. Solche Impulse helfen, vorschnelle „Typ“-Zuschreibungen zu relativieren.
Die Forschung zum akademischen Selbstkonzept zeigt zudem, dass soziale Vergleiche zwar kaum vermeidbar, aber gestaltbar sind. Transparente Lernziele, kriteriale Bezugsnormen und die Betonung individueller Fortschritte können dazu beitragen, diese Dynamiken konstruktiv zu rahmen.
Hinzu kommt: Auch Stereotype und Erklärungen für Erfolg und Misserfolg beeinflussen das Selbstkonzept. Wenn stereotype Annahmen wirken oder geringe Leistungen vorschnell auf mangelnde „Begabung“ zurückgeführt werden, kann das ungünstige Selbstbilder verfestigen. Lehrkräfte können dem vorbeugen, indem sie Stereotypen bewusst entgegenwirken und alternative Erklärungen für Misserfolge anbieten, die veränderbare Ursachen betonen – etwa unpassende Lernstrategien, unzureichende Vorbereitung oder mangelnde Anstrengung.
Insgesamt zeigen unsere Befunde: Selbstkonzepte entstehen nicht nur aus Leistung, sondern aus ihrer Interpretation. Schulen können diese Interpretationen gezielt beeinflussen – durch reflektierte Vergleichsmaßstäbe, entwicklungsorientiertes Feedback und eine Kultur, die Lernfortschritt stärker betont als vermeintlich feste Begabung.
Redaktion: Sie entwickeln die COMPASS-Intervention derzeit für Grundschulen weiter. Welche Chancen sehen Sie darin, bereits jüngere Kinder für ein flexibleres Verständnis von Fähigkeiten zu sensibilisieren?
Wolff: Fachspezifische Selbstkonzepte differenzieren sich bereits im Grundschulalter aus. Kinder entwickeln früh Vorstellungen davon, ob sie eher „gut in Mathe“ oder „gut in Deutsch“ sind. Wenn solche Zuschreibungen sehr früh verfestigt werden, kann das ihre Lernmotivation und ihr weiteres Engagement nachhaltig beeinflussen.
Gerade vor dem Hintergrund der aktuell zu beobachtenden Defizite bei Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen erscheint es sinnvoll, nicht nur fachliche Förderung zu betrachten, sondern auch motivational-kognitive Voraussetzungen wie das Selbstkonzept. In welchem Umfang sich die Befunde aus der Sekundarstufe auf die Grundschule übertragen lassen, wird derzeit wissenschaftlich geprüft.
Prof. Dr. Fabian Wolff ist seit 2024 Professor für Pädagogische Psychologie unter besonderer Berücksichtigung von Heterogenität und Inklusion an der Universität Bielefeld. Zuvor war er Juniorprofessor für Pädagogische Psychologie und Empirische Forschungsmethoden an der Universität Koblenz. Seit 2022 leitet Fabian Wolff die Emmy‑Noether‑Nachwuchsgruppe „ComparisonProcesses in Students’ Academic Self-Concept Formation“ (COMPASS). Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich akademischer Selbstkonzepte mit besonderem Fokus auf der Rolle von Vergleichsprozessen. Darüber hinaus forscht er zur Entwicklung überfachlicher Kompetenzen sowie zur Digitalisierung von Lehr- und Lernumgebungen.
- Hörsch, H., Schumacher, J., Möller, J. & Wolff, F. (2025). Boosting students’ academic self-concepts: A self-concept intervention about comparison processes. Journal of Educational Psychology, 117, 789–816. http://dx.doi.org/10.1037/edu0000944
- Hörsch, H., Schumacher, J. & Wolff, F. (2026). Long-term effects of an intervention targeting dimensional and temporal comparisons on students’ math and English academic self-concepts: A waiting-list replication and extension study. Educational Psychology Review, 38 (70), 1–41. http://dx.doi.org/10.1007/s10648-026-10137-4
- Wolff, F. & Möller, J. (2022). An individual participant data meta-analysis of the joint effects of social, dimensional, and temporal comparisons on students’ academic self-concepts. Educational Psychology Review, 34, 2569–2608. http://dx.doi.org/10.1007/s10648-022-09686-1
Wolff, F., Petrak, A., Dicke, T. & Möller, J. (2025). Temporal comparison effects on students’ academic self-concepts: An investigation of different comparison periods in the 2I/E model with weighted achievement levels. Journal of Educational Psychology, 117, 273–291. http://dx.doi.org/10.1037/edu0000894